Sonne & Mond

06.03.2022

Die Sonne wird dem Yang zugeordnet und steht für das Aktive, die Hitze, das Männliche. Der Mond hingegen zählt zum Yin - es ist weich, passiv, weiblich. Das gesamte Leben besteht aus Polaritäten, die sich in Harmonie vereinen sollen.

Was bedeutet das für unsere Yoga Praxis?

Im Yin Yoga werden Positionen lange gehalten, um eine Stimulation zu erreichen. Die Muskeln entspannen sich und die Gelenke sind statisch. Wir wissen, dass unser Gewebe Ruhe erfahren muss, um sich regenerieren zu können. Zudem wird der Parasympathikus aktiviert, jener Teil unseres Nervensystems, der für die Entspannung zuständig ist. Yin Yoga ist Stille, Langsamkeit, Dunkelheit, Einkehr, Entspannung.

Im Yang Yoga dagegen liegt der physiologische Fokus auf den Muskeln. Kraftvolle, dynamische Bewegungssequenzen mobilisieren, aktivieren und dehnen den Körper. Die Muskeln arbeiten und die Gelenke sind mobil. Wir wissen eben auch, dass Körpergewebe Stress ausgesetzt werden muss, damit es nicht degeneriert. Yang Yoga ist Aktivität, Kraft, Dynamik, Wärme, Spannung.

Um ein Gleichgewicht herzustellen und uns rundum wohlzufühlen brauchen wir beides und genau dies werden wir auch in der kommenden Stunde vereinen. Der erste, aktive Teil unserer Einheit wird im Zeichen der Sonne stehen und anschließend geben wir uns dem Mond mit passiven Positionen und in Entspannung hin.